Domain Driven Design

Die letzten paar Wochen habe ich mir Domain Driven Design von Eric Evans reingezogen. Das Buch ist formal im Pattern Stil aufgemacht, aber tatsächlich werden immer kleine Entwicklungsgeschichten erzählt. Das erste Kapitel widmet sich der Ubiqitious Language. Evans argumentiert, dass Softwareentwicklung Wissensverarbeitung sei und dabei eine einheitliche Sprache des Aufgabengebiets erarbeitert werden muss. Bei einem Domain Driven Designs muss sich diese Sprache im Design/ Code wiederfinden.

Ein weiterer Teil behandelt die Bausteine des Domain Models. Dabei werden verschiedene Konzepte wie Entity, Value Object und Aggregat eingeführt, die in UML-Sprech Stereotypen für die eigentlich Domain Klassen darstellen.

Außerdem wird ausführlich auf den Prozess der Entwicklung als iterativer Erkenntnisgewinn eingegangen. Auch hier formuliert Evans bestimmte Erfahrungen als Patterns. Besonders Gefallen hat mir der Breakthrough. Ein Breakthrough ist ein Refactoring mit dem sich plötzlich ungeahnte Möglichkeiten auftun, also der inkrementelle Erweiterungsprozess an eine Grenze stößt und ein Refactoring zu einer tieferen Einsicht und einem Durchbruch führt.

Das wesentliche Verdienst des Buchs besteht für mich darin, dass viele Erfahrungen und Konzepte, die ich bisher nur erahnt habe, explizit beschrieben werden. Einige Patterns waren mir völlig unbekannt. Der Stil ist geprägt von anschaulichen Beispiele teilweise auch aus technischen Anwendungen. Verdikt: Unbedingt lesen!

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