Archive for the ‘Visionäre Projekte’ Category.

Beloiterung

Beloiterung ist meine neue Lieblingsbeschäftigung. Neu ist eigentlich nur das Wort. Die ganze Sache fing im Januar an, als der Kollege K., nach dem Vorbild amerikanischer Schnellrestaurants, an seiner Bürotür das unten gezeigte No-Loitering-Schild anbrachte.

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Wie unschwer zu erkennen ist, ist er zunächst auch vor gewaltsamer Durchsetzung nicht zurückgeschreckt. Allerdings habe ich mit der Zeit meinen ganz eigenen Loitering-Stil entwickelt. Dabei bin ich vom passiven Abhängen zu aktiver Beloiterung gekommen. Das Opfer muss fortlaufend zugetextet werden und kann so nebenher als Abraumhalde für Halbgares und andere Hypes um die man sich eigentlich nicht selber kümmern möchte verwendet werden. Dabei kann man durch schnelles Sprechen und die Verwendung zahlreicher Fachtermini und Insiderbegriffe nicht nur das Opfer selbst, sondern auch unschuldige Dritte massiv einschüchtern, sodass schließlich jede Gegenwehr gebrochen wird.

Heute hatte ich leider keine Zeit für die übliche Loiterungsrunde, sodass ich den verehrten Kollegen nur im Vorbeigehen zurufen konnte, dass ich erst morgen wieder Zeit für ihn habe. Was war der enttäuscht. Das richtig zugerichtete Beloiterungsopfer sucht seinen Quälgeist!

Die physische Präsenz ist natürlich ein wichtiger Faktor, aber der wahre Meister kann auch fernmündlich, per EMail oder ICQ loitern.

Fazit: Beloiterung ist die Morgentoilette der Seele. Seit ich meine Kollegen beloitere bin ich ein motivierterer Mitarbeiter, ein besserer Autofahrer und glückselig!

Münchner Stadtlauf 2006

Am 25. Juni war ich mit Arne und Michael beim 28. Münchner Stadtlauf. Wir hatten uns natürlich für den Halbmarathon angemeldet. Ich fand es ziemlich anstrengend und war am folgenden Montag doch sehr fertig. Insgesamt haben 2664 Leute von der Möglichkeit zur elektronischen Zeitmessung Gebrauch gemacht.

Unsere Zeiten und Plätze habe ich hier mal zusammengestellt:

Platz Zeit Name
578 01:43:16 Michael
1487 01:58:13 Felix
1914 02:05:55 Arne

Naked Objects – Born Again

Eitan Suez has just open-sourced his JMatter framework which is an implementation of the Naked Object Paradigm explained in a Book
by Pawson and Matthews.

This Programming Model seems to be very expressive. As far as I know JMatter is the first professional implementation, that provides persistency in a database as well as a rather nice UI and a useful set of base classes.

In the documentation there’s a chapter on the desktop, which describes the author’s vision of a desktop of objects. I think the consquences of applications beeing deployed as a set of classes into an objectframework are quite amazing. It reminded me of Dan Ingalls Byte article on the Design Principles Behind Smalltalk, where he argues that there shouldn’t be an operating system, which goes beyond the object runtime. He states: “An operating system is a collection of things that don’t fit into a language. There shouldn’t be one.”

Another interesting implication is the fact that JMatter provides a dramatic productivity boost which will lead to severe problems for those teams building everything from scratch. On the other hand new applications will become feasible due to falling prices.
There’s a lucid post by John Reynold’s.

I think this thing goes well beyond the scope of ruby on rails. Though it’s somewhat more complex due to the more static nature of the java language.

Was liegt denn da?

Eine ärgerlicherweise verloren gegangene Wette mit Arne hat mich in die Verlegenheit gebracht ein Fäasschen Grohe kühlen zu müssen. Da es in keinen Kühlschrank passt, entschied ich mich für die Kühltruhe. Nach einer halben Stunde ist die Temperatur dort schon von -18° auf -10° gestiegen… Die emfpindlichen Sachen habe ich ins separate Fach geräumt. Hoffe das reicht.

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Auf das Fest freu ich mich schon. Ich hoffe es kommen genug Biertrinker um den 30 Litern ernste Verluste beizubringen. Hier nochmal in voller Pracht:

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Got an Oyster

Jetzt kann ich immer, wenn’s zu schlimm wird, in meinen Geldbeutel schauen und Trost finden:

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Ob’s wohl vorüber geht?

Nachdem ich mich letzte Woche mit eGroupWare als serverseitige Lösung meiner Informationsmanagementprobleme beschäftigt habe, ging es diese Woche an den Client.

Neben der Weboberfläche bietet eGroupWare verschiedene Integrationsmechanismen. Dabei kann man einerseits offene Standards, z.B. IMAP und LDAP nutzen, andererseits wird auch ein proprietäres XML-RPC Interface angeboten – Plugins für Outlook und Kontakt existieren, meine im Moment favorisierte Lösung ist allerdings Thunderbird.

Kurz ich kam darauf, dass ich meinen eigenen Client bauen müsste. Hybris – ich weiß…
Die Plattform war rasch definiert: Eclipse RCP + db4o + Ristretto + commons, allein mit der Implementierung gibt’s Probleme.

Als Vorarbeit habe ich mich zunächst mit IMAP beschäftigt. Dabei habe ich mit Ristretto, einer Java Mail Library gearbeitet und festgestellt, dass IMAP doch eher starr ist.

Als clientseitige Persistenzlösung habe ich mit db4o gespielt. Das ist ganz großes Kino! Mein Idee ist jetzt auch ein GroupWare-Backend zu schreiben und die Mails mit in der Datenbank zu verwalten. Die Mail-Protokolle also nur als Schnittstelle.

Wahrscheintlich geht das alles vorüber, aber die Idee eines durchgängigen OO-Systems, das ich selber erweitern kann, erscheint bestechend.

Datterich 2006

Beinahe wäre es dieses mal schief gegangen. Wollte gestern das Team anmelden und die 190 Mannschaftzen ware schon am 23. März komplett. Allerdings wurde dankenswerter Weise beschlossen noch ein paar frühere Starts durchzuführen, sodass wir schon um acht oder halb neun starten dürfen….

The OO Revolution hasn’t happened yet

Ein Artikel voller tiefer Weisheit über Softwareentwicklung, den ich im Rahmen meines Nostalgieanfalls
mal wieder rausgekramt habe: Dan Ingalls über Smalltalk Artikel.

Wie lernt man Programmieren

In meiner fühesten Jugend hatte ich gelegentlichen Zugriff
auf einenBasic Interpreter mit ordentlicher Grafikunterstützung und einem Handbuch. Mit diesem Ding hatte ich viel Spaß, indem Ich zu jedem Befehl Beispiele aus der Doku kopierte und dann durch Variation der Parameter die Funktionsweise zu ergründen suchte (Das Handbuch war in englischer Sprache gehalten).

Später kam Pascal und alles kam wie es kommen musste.

Die Welt schien in sich abgeschlossen und dokumentiert. Die Frage die ich mir heute Stelle, was soll man einem jungen Menschen raten, oder noch eher in die Hand geben, dass er den Rechner erforschen kann.

Dabei habe ich neulich entdeckt, dass es sehr nette 2D-Spiele Bibliotheken gibt, die ein hinreichendes Abstraktionsniveau bieten z.B. Gosu. Ein kleines Spielchen ist hier in wenigen Zeilen zusammengekopft und dann kann der Spaß mit rumprobieren beginnen. Allerdings könnten noch ein paar weitere Klassen, die elementares Verhalten typischer Spielentitäten beschreiben, dabei sein.

Interessant scheint auch Squeak zu sein.

Was fehlt ist eine hand-on Doku zu so einem System.

Lifestreams

Lifestreams sind ein einheitliches Konzept zur Informationsverwaltung, dass Eric
Freeman bei David Gelernter als Alternative zur auch heute noch fröhliche Urstände feiernde Desktop Metapher entwickelt hat.

Die Dissertation gibts auf der Projektseite runterzuladen ist. Die Desktopindizierer und GMail scheinen mir in die Richtung zu gehen.

Ich hatte mal Omea installiert, aber das war leider nur auf den Desktop beschränkt und man hätte doch gerne eine Serverintegration…

Die Konzepte sind jedenfalls ganz interessant. Erschreckend wie weit der Mainstream ob OS oder kommerziell davon entfernt ist.
Die ganze Sache erinnert mich auch an die DynaBook Vision von Allan Kay und Konsorten…