Archive for the ‘Tiraden’ Category.
January 22, 2009, 16:06
I just came up with a new categorisation of application frameworks, which funnily enough places rails and most of the hibernate based java approaches in the same category: dead object framework.
What do I mean with that? Well being all eagerly object orientated our domain is nicely modeled in classes, whatever language we choose. In theory (that is what we have to tell ourselves) these are enforcing all kinds of contracts on our business objects. However taking a close look how all those frameworks work, we quickly realise, that the instances of these class are highly transient and live for about one request. If we look even closer we will also realise that people wrote loads of SQL scripts for migrating data, doing reporting and the likes, because doing it in the language of choice “doesn’t perform”. There goes your data integrity…
Contrast this with the way a lively object framework like seaside works. There the actual object instance exists throughout the runtime of the application. If you are changing the same conceptual customer, you are also changing the same instance. This comes very handy when debugging. You can actually inspect (watch) a customer object and see what happens over time and there is a lot less surprises, due to the way objects get externalized and then marshaled back. The lifespan of the object mirros
the lifespan of the conceptual object (yes, I do believe in the value of OOA as a way of thinking about the real world).
If however you are stuck with a relational database, OO is not your friend. At least not as in modelling your business object classes as classes in your programming language. The task of getting data from the database and then throwing it at a browser seems very functional. So you might be better of using functional programming techniques. Meta programming can also be applied successfully. To make it a complete heresy: Delphi is still unbeaten, when it comes to writing applications against relational databases quickly.
August 31, 2008, 23:00
Musste mich heute, mal wieder, ein wenig aufregen. Gerne blickt man ja nach Amerika, wo Aberglaube, Dummheit etc. fröhliche Urstände feiern, um sich dann zu erfreuen wie gut es doch in Europa zugeht. Als kleines Schmankerl sei dieser Artikel aus dem Guardian empfohlen. Der Autor berichtet, dass viele Amerikaner den Verdacht hegen Obama sei in Wirklichkeit ein als Christ getarnter Muslim und nicht die amerikanischen, sondern diese äh, anderen Werte vertritt.
Doch auch bei uns steht die Sonne des Verstands nicht viel Höher. Die gepulste Handystrahlung hat einen neuen kleinen Bruder: den Infraschall. Und der hat es in sich. Während ich mich an kein nennenswertes Gerichtsverfahren erinnern kann, in dem das Betreiben einer Mobilfunk-Basis verboten worden wäre, hat das Verwaltungsgericht Dresden mit Hinweis auf die mangelnde Dämpfung des tieffrequenten Schalls den Bau einer Biogasanlage gestoppt. Traurig – wie die Leute scharenweise so einen Unfug glauben können.
August 22, 2008, 00:02
So titelte der Spiegel großspurig am 11.8.2008.
Ich habe das Heft im Urlaub gekauft, da ich was zu lesen brauchte. Der Titel hat mich schon etwas genervt. Doch es kam noch besser. Den Artikel über das Internet brauchte ich gar nicht zu lesen (habe ich bis heute nicht getan). Stattdessen machte ich mich an einen Artikel über das Gladbecker Geiseldrama. Die Spiegel-Leute haben zwar artig die Rolle der Medien kritisiert, aber natürlich ihren siebenseitigen Bericht mit allen entscheidenden Fotos verziert. Doch das Beste am Schluss des Artikels:
Denn 20 Jahre sind nur eine Sekunde. Und eine Sekunde dauert ein ganzes Leben.
Ich weiß zum Glück das 20 Jahre ca. 631 Millionen Sekunden dauern. Von wegen Spiegel-Leser wissen mehr und so. Aber ganz ernsthaft hat so eine Teenagerpoesie in einem Nachrichtenmagazin, für das ich EUR 4,50 beim Händler gelassen habe, nix zu suchen.
July 1, 2008, 23:59
Wenn sich der aktuelle Sprachtrend fortsetzt, wird man den Kindern in der Schule wohl bald sagen müsssen: “Päckchen mit Käse-Ä” – ganz analog zum Vogel-V. Interessant ist, dass die Rechtschreibung den umgekehrten Weg geht, z.B. aufwändig. Man könnte natürlich auch meinen, dass dies die schludrige Aussprache des Äs noch begünstigt.
March 11, 2008, 00:45
Allenthalben schießen dieser Tage sogenannte Rauchervereine aus dem Boden um das gesetzliche Rauchverbot, das es in Deutschland mittlerweile gottseidank gibt, zu umgehen.
Die Frage, ob das mit den Vereinen so durchgeht ist tatsächlich interessant. Schließlich gibt es, soweit ich weiß, noch keine Urteile dazu.
Ich bin natürlich der Meinung, dass der gesellschaftliche Willensbildungsprozess hier unterstützt werden muss. Rauchen – unter uns – ist doch was fürs Präkariat (Bundeswehrangehörige, Hartz IV-Empfänger und so). Daher bin ich gerade Mitglied bei Pro Rauchfrei e.V. geworden.
Normalerweise bin ich ja eher gegen staatliche Eingriffe und unterstütze eher liberale Lobbyarbeit, allerdings gibt es immer wieder Fälle in denen solche Eingriffe segensreich sind. Dies is Regelmäßig bei externen Effekten der Fall, bei denen es schwierig ist den Verursacher für die Auswirkungen seines Handelns zur Kasse zu bitten. Die Zahl der Nichtraucherkneipen, die der freie Markt hervorgebracht hat, belegt dies sehr deutlich.
Also Pro Rauchfrei e.V. ist sehr unterstützenswert und wer der katholischen Kirche noch Kirchensteuern zahlt, sollte gerade jetzt, wo nach der allseits beliebten Masturbation auch noch Stammzellenforschung, Drogenhandel und Trunkenheit (!) zur Totsünde erklärt wurden, dringend überlegen, ob er nicht lieber Pro Rauchfrei oder die Humanistische Union unterstützt.
November 20, 2007, 02:03
Der Zustand der Welt ist beklagenswert.
October 10, 2007, 10:13
Was man heute wieder lesen muss. Fingerabdrücke in Personalausweisen. Aber danke liebe Sozialdemokraten, dass ihr Euren “Sicherheitsexperten” Wiefelspütz sagen lasst, dass “definitiv und auf gar keinen Fall eine Speicherung vorgesehen ist”.
Aus aktuellem Anlass würde ich allerdings empfehlen zusätzlich noch ein “Ehrenwort” abzugeben.
Verdict: pathetic
September 17, 2007, 16:32
Im Zusammenhang mit der geplanten (Teil)Privatisierung der Deutschen Bahn ist ja schon allerhand Unfug geschrieben worden. Da kann und will ich natürlich nicht hintanstehen. Besonders bescheuert fand ich den Vorschlag mit der stimmrechtslosen Volksaktie mit 5% Garantieverzinsung. Wer bitte gewinnt da? Der Bund als bisheriger Eigentümer kann am Kapitalmarkt immer noch günstiger Mittel beschaffen. Im Endeffekt wäre es nur eine Aufhübschung der Statistik – effektiv käme es den Steuerzahler wohl teurer zu stehen.
Das eigentliche Problem, besteht ja doch darin, dass der Netzbetreiber (bei gegebenem Flächenverbrauch) über ein natürliches Monopol verfügt. Eine neue Lösung muss also versuchen die effiziente Verwaltung dieses Monopols zu erreichen. Eine Privatisierung bringt an dieser Front erstmal gar nichts. Wohl könnten aber einzelne Dienstleistungen an konkurrierende Privatunternehmen vergeben werden.
Ich denke der Aufbau und Betrieb eines effizienten Bahnnetzes ist in Zeiten des Klimawandels, des zunehmenden Luftverkehrs und steigender Ölpreise eine wichtige und legitime Aufgabe des Staates auch zur gerne beschworenen Standortsicherung.
August 14, 2007, 00:29
Wider besseres Wissen am Wochenende auf den Seiten Frankfurter Rundschau unterwegs gewesen und über einen Artikel mit dem Titel Der tödliche Stachel der Konkurrenz gestolpert. Einerseits lamentiert der Autor über die neoliberale Konkurrenzideologie, die der Natur des Menschen zuwiederlaufe. Andererseits beklagt er die zunehmenden Konzentrationsprozesse. Nebenher lamentiert er noch über die Unfähigkeit des Martksystems unter externen Effekten eine effiziente Güterverteilung zu erreichen. Dann wird noch ein wenig von Umverteilung und gleichberechtigter Mitbestimmung der Produktionsfaktoren Kapital und Arbeit gefaselt.
Natürlich ist ein freier Markt nicht Effizient, wenn es externe Effekte gibt. Würde auch kaum ein neoliberaler Ökonom behaupten. Aber eben das ist der Grund, dass wir z.B. eine Ökosteuer haben (Pigou-Steuer). Nebenbei muss ich auch bemerken, dass die planwirtschaftlichen Systeme weder effizienter noch umweltfreundlicher waren. Konkurrenz ist gut. Das Argument des Autors ist meiner Meinung nach Konkurrenz ist schlecht, weil sie eine Tendenz zu Machtkonzentration (Abnahme von Konkurrenz) hat. Natürlich hat er recht, dass es eine solche Tendenz gibt, aber gerade das zu verhindern ist eine Kernaufgabe auch des neoliberalen “Nachtwächterstaats”. Die Bundesrepublik hat auch als Lehre aus den Erfahrungen in der Weimarer Republik einen strengen gesetzlichen Schutz des Wettbewerbs. Natürlich versuchen gerade die Großen Martkteilnehmer ihre Macht zu Konzentrieren. Ein typisches Beispiel wäre der Streit um die europäische Patentrichtlinie. Hier versuchen die großen Player, die sich alle Rechtsabteilungen leisten, den Kleinen den Markteintritt zu erschweren.
Letztendlich führt Konkurrenz auch zu mehr Macht für den “Faktor” Arbeit, wenn ich mir meinen Arbeitgeber aussuchen kann, habe ich natürlich mehr Einfluss auf die Bedingungen. Einmal mehr stelle ich mir die Frage, warum die Verteilung Kapitalerträge/ Erwerbseinkommen mit Umverteilung von Unten nach Oben gleichgesetzt wird, anstatt zu hinterfragen, ob man nicht den Anteil der Einkommensarten der Individuen verschieben kann. Ich würde (ohne Zahlen zu haben) behaupten, dass dies durch den Umbau des Rentensystems bereits geschieht. Früher wurden alle Arbeitseinkommen und Renten aus Arbeitseinkommen bezahlt. Durch die Zunahme kapitalgedeckter Altersvorsorgeformen kommt hier ein Anteil aus Kapitalerträgen hinzu. Die deutsche Mitbestimmung ist sicherlich ganz gut geeignet um Unternehmen vor den dümmsten Management Trends zu bewahren, aber es muss auch so bleiben, dass der Unternehmer, der das Risiko trägt auch seine Rechte als Eigentümer ausüben kann. Andernfalls muss man auch hier von externen Effekten sprechen. Fragen der Corporate Governance in den Dienst der Einkommensverteilung zu stellen ist sicherlich kontraproduktiv.
Fazit: Wir brauchen nicht weniger, sondern mehr Wettbewerb – jedenfalls auf den Märkten. Wichtig erscheint mir zu Unterscheiden zwischen Märkten und allgemeinen “sozialen” Situationen. Im zwischenmenschlichen Bereich ist sicherlich Kooperation erfolgreicher, innerhalb der Unternehmen und auch sonst.
Wenn es um gerechte Einkommensverteilung geht ist sicherlich eine interessante Frage, wie beteilige ich “die Massen” an den Kapitalerträgen, statt auf Teufel komm raus den Einsatz von Arbeitskraft zu pushen. Außerdem ist auch die Bildungspolitik äußerst wichtig. Studiengebühren und die MBA- und FHisierung (wer das Akronym GAAP expandieren kann und über elementare Prozentrechnungskünste verfügt, bekommt einen Master) der deutschen Bildungslandschaft sind sicherlich der falsche Weg.
August 8, 2007, 14:59
Vor einigen Wochen haben sich die dänische und die deutsche Regierung darauf geeinigt eine feste Fehmarnbeltquerung zu bauen. Die Reisezeit zwischen Hamburg und Kopenhagen würde damit drastisch verkürzt.
Leider sind einige Berufsökos der Meinung, dass die Brücke allerlei negative Auswirkungen habe. Ich halte das für relativ unverantwortlich. Wer heute von Hamburg nach Kopenhagen muss, kann eigentlich nur fliegen, wenn er nicht einen ganzen Tag verlieren möchte. Das ist ökologisch wohl weit bedenklicher. Insbesondere erscheinen die angeführten Gründe (Beeinflussung Strömungsverhältnisse usw.) eher absurd. Ich wage es zu bezweifeln, dass ein paar Brückenpfeiler die Unerwasserumwelt stärker beeinflussen als die Fährschiffe.