Archive for July 2007

Deutsche Sprache, tote Sprache?

So titelt diese Woche das Zentralorgan der deutschen Betroffenheitskultur. Leichtsinnigerweise habe dann doch zugegriffen und musste also zuhause, nicht zuletzt um die Ausgabe von SEK 50,- zu rechtfertigen, den mit “Die verkaufte Sprache” überschriebenen Artikel lesen.

Das Veränderung generell schlecht ist, dass behauptet der Autor ja dann doch nicht, aber es gibt gute und böse Veränderungen. Klar dass heutzutage auch die Veränderungen nicht mehr das sind, was sie mal waren (Verbesserungen), sondern ein hin zur Gosse. Nicht dass ich mich nicht aufregen würde über dumme Anglizismen von Leuten, deren Englisch, wie man bei der ersten Gelegenheit feststellen muss, eher bescheiden ist. Aber der generelle Weltuntergangsduktus gefällt mir dann doch nicht.

Eine Kostprobe über die gute Veränderung des Deutschen:

Den zweiten Schub besorgten Humanismus und Reformation, als die Syntax dem Lateinischen anverwandelt wurde. Man vergleiche die einfachen Satzmuster des Mittelhochdeutschen mit dem Frühneuhochdeutschen, erst recht aber mit dem barocken Deutsch, in dem die Hypotaxen, die Partizipialkonstruktionen und Verschachtelungen geradezu explodieren. Die Sprache eines Kleist oder Hegel wäre ohne diese syntaktische Überfremdung nicht denkbar.

Da muss ich doch gleich mal aufhorchen. Hegel war, wie in Deutschland viel zu wenig bekannt, einer der schlimmsten Scharlatane und Sprachschänder (und außerdem Wegbereiter von Nationalsozialismus und Kommunismus). Zum Beweise eine weitere Kostprobe diesmal aus Hegels Encyklopädie:

§302. Der Klang ist der Wechsel des spezifischen Auseinanderseins der materiellen Teile und des Negiertseins derselben;- nur abstrakte oder sozusagen nur ideelle Idealität dieses Spezischen. Aber dieser Wechsel ist hiermit selbst unmittelbar die Negation des materiellen spezifischen Bestehens; diese ist damit reale Idelealität der spezifischen Schwere und Kohäsion,- Wärme. Die Erhitzung der klingenden Körper, wie der geschlagenen, auch der aneinandergeriebenen, ist die Erscheinung von der dem Begriffe nach mit dem Klange entstehenden Wärme.

Dieser Unfug ist also die gute alte neue deutsche Sprache? Doch lesen wir noch eine Perle aus dem genannten Artikel:

Der Geist eines ridikülen Marketings, der in der Managersprache steckt, will Exklusivität, die elitäre Anmutung eines arkanen Wissensvorsprungs.

Alles gut und richtig, aber der Autor befleißigt sich natürlich selbst einer Angebersprache – natürlich der richtigen. Ich denke es hat zu allen Zeiten Schwafler gegeben, ob die jetzt Deutsch oder Englisch schwafeln, ist mir herzlich egal. Gerade die Autoren des zitierten Blatts, machen doch oft sprachliche Kunststückchen, die das Publikum beeindrucken sollen und manchmal doch recht dürftigen Inhalt kleiden. Nicht zuletzt muss man natürlich sagen, dass Deutsch eben keine tote Sprache ist und sich deshalb
verändert.

Plötzliche Eingebung

Curt Cobain war definitiv jemand, der immer ein trauriges Lied zu singen wusste…

Waren Samstag im Sticky Fingers, wo noch die gute Musik gespielt wird.

Poetischer Augenblick

Sitze noch im Büro. Draußen regnet’s in Strömen und die Sonne scheint dazu. Der Westwind bringt schon den ganzen Tag Abwechslung vom Ozean. Das ganze beobachtet durch die Ritzen der Jalousie, die vom verzweifelten Gebäudemanagementsystem dauernd hoch und runter gefahren wird. Sie ist sicherlich auch auf der Suche…

Future Relic going out of business

I have just learnt that the Future Relic are going out of business. Unfortunately their shipping rates into Europe have been rediculously high, but I’ll never regret having bought “Bubble Gum” and “Surrender”. I’m curious to see what the guys are doing next.

Table Copy

Just did a utility class in Java that takes two tables, a field map, and two connections in order to copy data from one db to another. It’s probably fairly buggy and I’m once again wondering, why I have to implement such helpers, they should be around. Which led me to another thought. These days you are most likely to use some OR-Mapping and then do the stuff in your OO-Model. It seems that this doesn’t fit the bill with all the deployment and upgrade needs of a real world app. Probably we need some more abstraction on the Databaselayer just like the aforementioned TableCopy class.

Metrics

I’m quite fond of metrics, if they are useful. Today I’ve seen some numbers that were completely useless, so that Novalis came to mind.

Latenight HSQLDB Pleasures

Last night I had to learn that you have to use the SHUTDOWN command to shutdown the in-process HSQLDB. The bad news is, that I knew this before. I found the call in code from three years back.

Gefährder Internieren

Nicht schlecht.

SoapUI

A colleague just pointed me to http://www.soapui.org/. Good stuff.

Eclipse caches Jars

For some time I had this impression that sometimes just copying over stuff to the plugins folder doesn’t necessarily do the trick. So today I found out that there is a cache of jars in eclipse/configuration/org.eclipse.osgi/bundles. It seems like this is updated when doing an installation from an update site. At some point I have got to find out how this really works…